Zur Gründung einer Selbsthilfegruppe braucht es Mitglieder.  Es wird Zeit, dass unsere Erkrankung ernst genommen wird und Ärzte und Therapeuten die Chance bekommen, zu erkennen, dass unsere Symptome NICHT psychosomatisch sind und es definitiv Wege gibt, beschwerdefrei zu werden.

Also, wenn du dein Übergewicht nicht loswirst, trotz Sport und diverser Diäten, wenn Du unter Gelenkschmerzen leidest, Angst und Schwermut dich plagen, Du morgens das Gefühl hast ein LKW liegt auf Dir und dein Haushalt kommt Dir vor, wie eine unbezwingbare Aufgabe...dann versuch dich mal auf dem Weg zu machen. Es wird sich lohnen.


Faszientraining

Ich bin zwar Pilates und Fitnesstrainer und habe in den letzten Jahren einen Haufen Fortbildungen zum Thema Fazien / Bindegewebe etc gehabt, dennoch sind auch meine Infos sicher nicht allgemeingültig oder immer ausschließlich zutreffend. Besonders bei SD Erkrankungen, NNS etc. kann dann doch alles sehr individuell sein.

Schwaches Bindegewebe...was bedeutet das überhaupt?
Bindegewebe ist erstmal elastisches Gewebe, welches unseren Körper in Form hält. Im Moment sind Faszien in aller Munde. Nix neues nur ein neuer Hype der Fitnessindustrie. Osteopathen arbeiten seit Urzeiten mit den Faszien...
Wenn das Bindegewebe "schwach" ist, bedeutet das, dass durch einerseits genetische Disposition und in unserem Fall hormonelle Umstände, das Bindegewebe weich machen. Genauer gesagt. Das Bindegewebe verliert an Elastizität.
Jetzt könnte man vermuten, dass körperliche Schonung auch das Bindegewebe schont. Klappt aber nicht „wink“-Emoticon im Gegenteil.
Im Gegensatz zu einem Einmachgummi (ich hoffe das Beispiel ist ok) erneuern sich die Bingegewebszellen kontinuierlich. Je nach Trainingszustand liegt die Halbwertszeit zwischen 3-12 Monaten.

Wenn man jetzt ein Einmachgummi Ewigkeiten in die Schublade packt, wird es irgendwan hart und porös.
Das Gleiche passiert letztendlich mit dem Bindegewebe, wenn die typische Couchkartoffel den A....nicht hoch kriegt.
Wenn man das Einmachgummi kontinuierlich immer wieder bewegt bleibt es für einen gewissen Zeitraum elastisch.
Einmachgummies erneuern ihre elastischen Fasern aber nicht.
Unser Bindegewebe schon „wink“-Emoticon allerdings am Besten wenn wir uns auch viel und gut bewegen. Bewegungsqualität ist da das Stichwort.

Das ist besonders mistig, wenn unsere Hormonlage, evtl noch Fibro oder diverse Mängel uns die Bewegung einfach zu schwer machen.
Ich kenne das gut! Ich war nicht immer Trainer und ich hatte über 40 Kilo mehr drauf und habe Sport gehasst.

Dennoch lohnt es sich da durch zu quälen. Es wird besser!!!!! Versprochen.
Nur nicht übertreiben. Eine Wohlfühldosis an Bewegung und Rollenmassage ist perfekt. Man darf gerne mal aus der Komfortzone raus kommen, aber eben wohldosiert. Gerade Hashis reagieren auf zuviel Sport gerne mal mit Schüben. Muss ja nicht sein.

Zum Thema Blackroll: Bei schwachem Bindegewebe macht es Sinn täglich 2-10 minuten den Körper auszurollen. Zügig zuerst und wenn man es gut aushält auch mal sehr langsam. Die Idee dahinter ist, das Bindegewebe wie einen Schwamm auszudrücken um anschließend zu rehydrieren mit frischer Gewebsflüssigkeit, die im Idealfall dann auch frisch nachgeschüttet wird. ( nach dem Rollen ca. 1 Litter Wasser)
Ob da Geweberisse, Muskelfaserrisse entstehen können...jein.
Dazu muss man wissen, dass eine gewisse Menge an Mikroverletzungen (hört sich brutal an, aber wir reden hier von Elektronenmikroskopkleinensuperminirupturen) erwünscht sind.

Also wie bei einem Muskelkater (nein nicht Milchsäure ist schuld) regeneriert sich die Muskulatur bzw. das Bindegewebe nach diesen Minimikrokleinenpupsverletzungen und passt sich den Bedingungen an. Das ist wunderbar. Unser Körper (ob Hashi oder nicht) hat die großartige Eigenschaft sich an alles anzupassen. Wenn also wohldosiert das Bindegewebe attackiert wird, reagiert es nach einer gewissen Zeit (3-12 Monate) mit der entsprechenden Anpassung.
Eine richtige Muskelfaserverletzung wird es beim Rollen und auch beim federnden Dehnen (oha...dynamisches Dehnen !!!! Ja!) nicht geben. Kein Mensch ist derart stumpf sich absichtlich durch solche Schmerzen zu quälen. Der Körper reagiert unwillkürlich um das zu stoppen. Da müsst ihr wirklich keine Angst haben. Solange ihr nicht jeden Tag mit 120 Kilo auf einem Oberschenkel 30 Minuten rumrollt und wild in den Schmerz reindehnt, wird da nix passieren. Aber so bekloippt ist ja keiner.

Aber nicht nur Rollen und dynamisches Dehnen hilft dem Bindegewebe und uns. Jede Art von Bewegung, die der Körper selbst initiiert. Ich halte nichts vom Trampolin springen. Da übernimmt der Trampolin das Federn und der Körper muss sich nicht an den Reiz anpassen. (zumindest nicht so, wie es opzimal wäre) Außerdem leidet der Beckenboden (der je eh schon sträflich vernachlässigt wird.)

Niemand hält uns davon ab hin und wieder beim Gassi gehen im Hopserlauf durch die Gegend zu hoppeln. Sanft federnd ohne Geräusche landend. Nach dem Motto: Finde deinen inneren Flummie „wink“-Emoticon

Es gibt überall Kollegen, die Kurse zum Thema Faszientraining anbieten.
Also da wäre:
Faszio-Training (gibt es in diversen Sportvereinen)
Bewegter Rücken
Power Vit
Brasiltraining
in den meisten Pilateskursen findet man auch Hilfe (DPV anerkannte Trainer)
Yin Yoga (für Leute, die NICHT überbeweglich sind, sondern eher sehr fest um Bindegewebe)
und für die sowieso schon Fitten: Kettlebell  fetzt.
Relativ neu und in meinen Augen einfach großartig für Anfänger und Rheumaleute: INTENDONS Eine Methode zur Körperwahrnehmung und Faszientraining im Inneren. Das muss man mal probiert haben. Ich schwör drauf. Videos gibt es bei You Tube. Harald Xander bildet auch Laien aus.
Nein, ich krieg keine Provision.

So, langer Text. ich hoffe das war hilfreich. Sonst fragt gerne. LG und einen schönen 45. Advent.

 

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Wer bin ich

ganz kurz: Ich leide seit 1999 unter Hashimoto. Die Diagnose habe ich allerdings erst 2008 erhalten.

10 Jahre Kampf mit dem Gewicht, der Depression, den Schmerzen und der Angst. Ich lerne jeden Tag dazu. Bilde mich laufen fort und arbeite an mir und den Ärzten.

 

Was ich tue

Ich berate und gebe Dir einen roten Faden für Deinen Weg.

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